Trackrules

  • Was sind Trackrules und wofür werden diese benötigt?

    Was ist eine Trackrule?


    Trackrules werden benutzt um Gleisen Standardwerte zu zuweisen und welcher Schienentyp verwendet werden soll.
    In den Trackrules wird auch definiert welche Gleise Sie am häufigsten benutzen.
    Eine Trackrule kann auch dazu dienen sein Gleis und die dazu gehörigen Eigenschaften, schneller auswählen zu können.


    Eine Gleis welches mit einer bestimmten Trackrule gelegt wurde, kann auch zu einem späteren Zeitpunkt, in seinen Eigenschaften geändert werden.


    Es wird empfohlen für eine Strecke, möglichst wenige Trackrules zu verwenden, leider erfordern bestimmte Gleis verlege arbeiten jedoch andere Angaben.
    So sind in manchen Strecken teilweise bis zu 10 verschiedene Trackrules verbaut.



    Welche Angaben enthalten Trackrules?


    Trackrules enthalten Angaben über die folgenden Eigenschaften:


    1. TrackType - enthält Angaben über den Schienentyp ( Holzschwellen Schotter Braun; Betonschwellen Schotter Grau oder Betonschwellen Schotter Braun LZB usw. )


    2. Default line type - enthält Mainline ( Hauptstrecke ), Yard (Abstellgleis), Passenger (Reisezuggleis) und Freight (Güterzuggleis).
    Ein Reisezug wird kein Güterzuggleis befahren und eine Güterzug wird kein Reisezuggleis befahren. Aber Güterzüge und Reisezüge werden Hauptstrecken und Abstellgleise befahren können.
    Wenn der Dispatcher im Szenario Editor euch mal einen bestimmten Weg nicht fahren lässt, dann kann das durchaus an den hier angegeben Werten liegen.


    3. Default speed limit - enthält Primary ( für schnelle Züge = IC, RE, ICE usw.), Secondary ( für langsame Züge = Standard Gz, Hochgeschw. Gz, Langsamer Gz, anderer Gz).
    Bedeutet: Wenn bei Primary der Wert 140 und bei Secondary der Wert 100 eingetragen ist, dann werden schnelle Züge im Spiel 140 Km/h und langsame Züge 100 Km/h fahren.


    4. DefaultLineDirection - Dieser Wert gibt an in welche Richtung euer verlegtes Gleis befahren werden darf. Die Werte hier sind Up ( Auf ), Down ( Ab ) und Both ( beide Richtungen )
    Der Wert richtet sich immer nach der verlege Richtung eures Gleis. Der Wert Up ( Auf ) bedeutet fahren erlaubt in verlege Richtung des Gleis. Der Wert Down gibt an das Züge nur entgegengesetzt
    der verlege Richtung das Gleis befahren dürfen.


    5. Default electrification - enthält Angaben über den Elektrifizierungstyp. Hier haben wir die Werte None ( keine Elektrifizierung ), Overhead Wires ( Oberleitung ), Third Rail (Stromschiene) und
    Fourth Rail ( das gleiche wie Stromschiene ). Eine E-Lok wird bei dem Eintrag auf "None" ( keine Elektrifizierung )nicht fahren. Aber bei der Angabe "Third Rail" ( Stromschiene ) wird die E-Lok wieder
    fahren.


    6. DefaultSCollision - Dieser Wert ist bis jetzt noch unbekannt und verbleibt Standardmäßig auf "Off".


    7. DefaultSuperelevation - Hier stellen wir die Kurvenüberhöhung ein.
    -> MaxCantAngleDegrees ( Maximaler Neigungswinkel in Grad ) - Standardwert = 5.6
    -> CurveToAnglePercent ( Die Kurve zum Winkel in Prozent ) - Standardwert = 18


    8. DefaultRideQuality ( Standard Fahr Qualität ) - Hier können wir bei LineUnevenness ( Strecken Unebenheit ) eine gewünschte Unebenheit als Wert in Prozent angeben.
    Dadurch wird die Lok leicht hin und her schaukeln während der Fahrt, je höher der Wert desto größer das schaukeln der Lok.


    9. GradientValue ( Steigungs - / Gefälle Wert ) - hier können wir angeben ob unsere Steigung oder Gefälle in PerMill ( Promille ) oder Percent ( Prozent ) angegeben werden soll.


    10. SpeedUnitValue ( Geschwindigkeits Einheit ) - dieser Wert gibt an ob auf den Schienen die Einheit KMH ( Km/h )oder MPH ( Mp/h ) angewendet werden soll.


    11. MainLineTrackLimits ( Hauptstrecken Grenzwert ) - hier erhalten wir zwei Eingabe Möglichkeiten die wären:
    -> MaxSpeedTolerance ( Toleranz der Höchstgeschwindigkeit ) - dieser Wert ist im Train Simulator funktionslos.
    -> MinRadius ( kleinster Kurvenradius ) - bei diesem Wert geben wir an, das eine Kurve nicht mit einem kleineren Radius gelegt werden kann, als wie dieser hier an dieser Stelle in der Trackrule
    angegeben ist. Auf Hauptstrecken der Deutschen Bahn ist der kleinste Radius 190 m, befahrbar mit 40 Km/h.


    12. YardTrackLimits ( Abstellgleis Grenzwert ) - hier gelten die gleichen Bedingungen wie bei Punkt 11. MainLineTrackLimits.
    Bei der Deutschen Bahn können die Gleisradien in Abstellgleisen kleiner als 190m sein.


    13. PassengerTrackLimits ( Passagierstrecken Grenzwert ) - gleiche Bedingungen wie bei Punkt 11. MainLineTrackLimits, beachten Sie diese Streckenart wird nur von Personenzügen befahrbar sein
    ( angegeben im Szenarioeditor ).


    14. FreightTrackLimits ( Güterzugstrecken Grenzwert ) - gleiche Bedingungen wie bei Punkt 11. MainLineTrackLimits, beachten Sie diese Streckenart wird nur von Güterzügen und nicht von
    Personenzügen befahren ( angegeben im Szenarioeditor ).


    15. SuperElevation ( Kurvenüberhöhung ) - Ist dieser Wert auf 1 werden die Kurven die als Kurvenüberhöhung verlegt wurden, im Editor gleich mit der Überhöhung angezeigt. Bei dem Standardwert = 0, kann die Kurvenüberhöhung zwar verlegt werden, aber diese ist dann noch nicht sichtbar, dazu müsste dann später rechts im Flyout des Streckenbau Editor ein Häkchen aktiviert werden.


    16. CatenaryBlueprint ( Oberleitungs Angabe ) - hier kann die Oberleitung angeben werden, die verwendet werden soll ( dieser Artikel umfasst nur den sichtbaren Teil der Oberleitung und hat keinen
    Einfluss auf die Elektrische Versorgung der E-Loks). Da es mittlerweile neuere und bessere Oberleitungen gibt, verzichten wir bewusst hier auf die Angaben.


    17. ThirdRailBlueprint ( Stromschienen Angabe ) - gleiche Angabe wie Punkt 16. Catenary Blueprint


    18. FourthRailBlueprint ( vierte Schiene Angabe ) - gleiche Angabe wie Punkt 16. Catenary Blueprint


    19. ManualJunctionEntity ( Handweichen Objekt ) - hier definieren wir, welches Weichenhebel Objekt der Train Simulator beim erstellen einer Handweiche platzieren soll.
    -> SidewaysOffset ( Seitlicher Versatz ) - hier wird der Wert eingegeben, wie weit das Weichenhebel Objekt seitlich von der Weiche platziert werden soll.
    -> TransitionTime ( Umstellzeit ) - mit diesem Wert geben wir an wie viele Sekunden es dauern soll, bis die Weiche und oder auch der Weichenantrieb sich für den neuen Fahrweg umgestellt hat.


    20. AutomaticJunctionEntity ( Automatikweichen Objekt ) - hier definieren wir das gleiche, wie unter Punkt 19. ManualJunctionEntity. Bei diesem Eintrag handelt es sich dann aber um Weichenantriebe
    für Automatikweichen.


    21. TrackSpeedLimitColours ( Farben für Strecken Höchstgeschwindigkeit ) - dieser Wert ist erstmal unwichtig, da der Train Simulator schon selbst diese Farbcodes generiert, die wir in einem anderem
    Artikel noch genauer Erklären.


    22. BrowseInformation ( Such - Informationen ) - dieser Bereich dient dem Train Simulator Ihre Trackrule im Streckenbau Editor wieder zu finden, daher ist hier die Angabe bei "DisplayName" wichtig.
    -> DisplayName ( Anzuzeigender Name ) - geben Sie hier Ihrer Trackrule eine kurzen aber Aussagekräftigen Namen z.B. "Rsim_60" das wäre dann ein Name unserer Trackrule bestehend aus
    Rsim = Railsimulator / 60 = 60 Km/h Strecken Höchstgeschwindigkeit.
    -> Description ( Beschreibung ) - dieses Feld könnt Ihr ausfüllen, müsst aber nicht. Es dient nur zur Beschreibung eurer Trackrule für euch selbst.


    23. Category ( Kategorie ) - mit diesem Wert könnt Ihr eure Trackrules in eine Kategorie im Train Simulator zuweisen Standardwert = "ExcludeFromBrowserList"


    24. ValidInScenarios ( Verfügbar in Szenarios ) - dieser Wert verbleibt auf "eFalse" ( also auf Nein), denn Trackrules werden im Szenario Editor nicht benötigt, weil man dort auch keine Schienen
    verlegen kann.



    Wo sind die Trackrules zu finden / abgelegt?


    Trackrules sollte sich jeder idealerweise selber erstellen, dazu kann man eine bereits bestehende Trackrule mit einem Editor wie Notepad++ bearbeiten.


    Die Trackrules der "DB-Tracks" von RW-Austria findet man unter Assets z.B. in diesem Ordner:


    C:\Programe\Steam\SteamApps\common\RailWorks\Assets\RWAustria\Austria\RailNetwork\DBTracks\TrackRules


    Hier haben wir nun zwei verschiedene Dateitypen zum einen die "DBTracks_60.bin" und die "DBTracks_60.xml" Datei.


    eine .XML Datei kann mit jedem beliebigen Text Editor geöffnet werden, eine .bin Datei muss vorher mit der Serz.exe im Verzeichnis Railworks zu einer .XML Datei umgewandelt werden.
    Das umwandeln mit Serz.exe haben wir extra erklärt und ist hier zu finden:



    Wie erstelle ich eine eigene Trackrule?


    Kopieren Sie aus einem anderem Ordner einfach eine bereits bestehende Trackrule.
    Bevor wir nun aber eine bestehende Trackrule ab ändern, fügen wir diese in unserem eigenem erstelltem Asset Ordner eine.


    Beispiel: C:\Programe\Steam\SteamApps\common\RailWorks\Assets\Railsimulator\Projektgemeinschaft\RailNetwork\TrackRules



    Wir haben in dem Screenshot unseren eigenen Produkt und Provider Ordner erstellt, in welchem nun unsere kopierte DB-Tracks Trackrule als.xml Datei liegt.
    öffnen Sie diese Trackrule mit einem Text Editor, wie zum Beispiel Notepad++ und ändern sie die Einträge, wie Sie diese benötigen.
    Diese Einträge könnt Ihr einsehen unter "Welche Angaben enthalten Trackrule".
    Wenn Ihr alle Einträge fertig habt, dann speichert eure Arbeit wieder als .XML Datei und anschließend müsst Ihr die neue Trackrule.XML Datei mit Serz.exe in eine Trackrule.bin Datei umwandeln.



    Wie aktiviere ich die Trackrule im Train Simulator Streckenbau Editor?


    Zuerst müssen wir unseren Provider Ordner aufschalten, gehen Sie dazu wie folgt vor:

    Klicken Sie auf der linken Seite auf den Blauen Würfel mit dem Orangefarben Dreieck, es öffnet sich nun rechts ein Flyout Fenster, dort wählen wir unseren Provider Ordner an (Railsimulator).



    Anschließend wählen wir im rechten Flyout das Produkt aus und setzen die Häkchen.


    Nun Klicken Sie links oben im Flyout auf die Schiene zum verlegen.

    Sie können nun auch unten links im Flyout sehen das dort unsere Trackrule angegeben ist, und zwar die "Rsim_60"



    Wenn wir nun im linken mittleren Flyout eine zu verlegende Schienenart auswählen und diese anfangen wollen zu verlegen, dann sehen wir im rechten Flyout die Eigenschaften, die wir in unserer Trackrule definiert haben.


    !! Beachtet bitte das alle Provider, die Ihr in der Trackrule angegeben habt, müssen im Streckenbau Editor auch aktiviert werden. !!
    Beispiel: Ihr benutzt DB-Tracks und Hagen-Siegen Schienen, dann müssen beide Provider freigeschaltet werden.