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letzter Beitrag von siebziger am

Zeitungsbericht "Güterzug rast ungebremst durch Nordbayern"

  • Die SZ verbreitet in ihrer Onlineausgabe eine Lügengeschichte, wie sie schlimmer nicht von BILD erfunden werden kann.


    Güterzug rast nahezu ungebremst 100 Kilometer durch Nordbayern

    Wo war das? :freu:
    Jeder auch nur halbwegs gebildete Bahnfan weiß, das dies unmöglich ist. Die Bremsschläuche können gar nicht falsch verbunden werden, denn die Kupplungen passen nicht. Dann verbindet auch der Lokführer nicht die Schläuche, sondern der Rangierer und dieser meldet Vollzug an den Lokführer. Nun macht dieser wiederum eine Druck- und später eine Bremsprobe. Abgesehen davon hat jede Lokomotive noch mindestens zwei weitere unabhängige Bremssysteme. Selbst mein PC-Bähnle hat sie!:uglyirre:Motto: Safety first!

    Ach so, welche Wirkung hat es, wenn der Druck in der Bremsleitung fehlt? Fährt der Zug dann?

    Was will man mit einer solchen Lügenmeldung bezwecken. Gutt, die DB ist nicht vom Feinsten, aber so etwas macht sie nun wirklich nicht möglich.

  • :00008356:Ich schmeiß' mich weg. :00008172:


    Genau soetwas ist auch der Grund, warum ich keine Zeitungen dieser Art lese und auch kein Verblödungs-TV sehe. Mein Fernseher ist derzeit nicht einmal mehr angeschlossen. Dasselbe gilt für das Radio.


    Nachrichten sind nachgerichtete Nachrichten, nach denen man sich richten soll. Dies kommt einer geistigen und verstandesmäßigen Hinrichtung gleich. :ugly_ani:.


    Seht Euch diesen grotesken Schwachsinn bloß nicht an. Wenn zu Beginn der Nachrichten einen guten Abend gewünscht wird, ist das schon gelogen. Damit sollen die Massen gleichgeschaltet und von gewissen Elementen benutzt und gesteuert werden. Dies ist auch schon lange deutlich sichtbar.

  • Hier ist der Hintergrund etwas beschrieben:


    https://www.frankenpost.de/region/oberfranken/laenderspiegel/zug-ohne-bremsen-rast-durch-14-bahnhoefe;art2388,6877747


    So wie ich das lese ist eine zweite Lok vorgespannt worden. Frage an die Lokführer:

    Wenn ich jetzt die vordere Lok nicht an die Bremsleitung anschließe kann man doch normal anfahren.

    Wenn die Lokführer am Zug hinten die Bremse gelöst hatten, kann meines Erachtens genau so etwas passieren wenn keine Bremsprobe usw. gemacht wurde.

  • Auch wenn der Aritkel fachlich scheinbar ein paar Fehler hat, ist es dennoch keinen Grund zu behaupten das es FakeNews seien und vorallem hier einen Klickbait Titel zu nutzen. :klug:

    Scheinbar ist die Hitze manchen nicht bekommen. :ugly_ani:

    Gruß Sven | Mitglied bei simliveradio.net , Deutschlands Radio Nummer 1 für Simulationen


    Mein System:
    Intel Core i7 7700k, Gigabyte Aorus Z270X Gaming K5, 16gb DDR4 2400MHz Ram, Sapphire RX580 Nitro+ 8gb

  • MuteBonus2258

    Hat den Titel des Themas von „Die Süddeutsche Zeitung verbreitet FakeNews.“ zu „Zeitungsbericht "Güterzug rast ungebremst durch Nordbayern"“ geändert.
  • Artikel wurde in die Plauderecke verschoben.


    Ebenso wurde der Threadtitel von mir angepasst und der Tag "Fake-News" entfernt:

    - Es haben nicht nur die SZ, sondern einige andere, auch überregionale Zeitungen, darüber berichtet.

    - Es handelt sich um laufende Ermittlungen der Bundespolizei, inwieweit es sich hier also so wie berichtet abgespielt hat oder nicht, bleibt abzuwarten. Davon abgesehen ist ein u. U. fachlich mit Fehlern behafteter Bericht nicht zwangsläufig in allen Teilen falsch, Fake-News dagegen beschreiben Berichte, die bewusst erfunden und manipulativ eingesetzt werden. Das kann man hier vermutlich getrost ausschließen.

  • Das wäre ein Armutszeugnis für die Bahn, dass wirklich alles vergessen wurde. Das Verbinden der Bremsschläuche, die Bremsprobe usw. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei der Bahn inzwischen derart inkompetentes Personal unterwegs ist. Es wäre ja nicht nur ein Arbeitsschritt vergessen worden, außer dem Ankuppeln wäre alles außer Acht gelassen worden. Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit ist dies kaum möglich.

  • Das wäre ein Armutszeugnis für die Bahn [...]

    In dem Verlinkten Artikel von Traindriver ist die Rede von dem Unternehmen "K-Rail". Ergo nix DB Cargo, Schenker oder wie auch immer die derzeit heißen. Die DB bzw. ihre FDL haben gute Arbeit geleistet, indem dem Zug direkt ne Grüne Welle gestellt wurde.

    Gruß Sven | Mitglied bei simliveradio.net , Deutschlands Radio Nummer 1 für Simulationen


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  • Über die ersten beiden Beiträge in diesem Thread kann man sich auch wegwerfen. Kein Journalist kann über alles Bescheid wissen, muss aber über alles berichten. Dazu, dass sie nicht alles wissen können, trägt auch eine gewisse Arroganz unter den Eisenbahn-Wissenden bei, die den Unwissenden Ihre Überlegenheit gern zeigen. Sieht man sehr oft in den einschlägigen Foren.


    Daher danke für die aufklärenden Links zu echten News und Hintergrundinformationen. Lese ich das richtig? Waren die beiden Verursacher des ganzen Schlamassels die ganze Zeit auf den Loks und sind mitgerollt?


    Gruß

    Norbert

  • Daher danke für die aufklärenden Links zu echten News und Hintergrundinformationen. Lese ich das richtig? Waren die beiden Verursacher des ganzen Schlamassels die ganze Zeit auf den Loks und sind mitgerollt?

    Du hast es erfasst. Die waren on Tour, haben ihren Fehler aber erst zuspät bemerkt.

    Gruß Sven | Mitglied bei simliveradio.net , Deutschlands Radio Nummer 1 für Simulationen


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  • Samoth ist halt die Laberecke.


    In einen normalem Forum außer in Politik Foren sind politische Diskussion etwas fehl am Platz. Aber gut - man kann diesen Thread einfach nur mit lesen und sich seine persönlichen Gedanken machen ohne das man sich dazu äußert oder einfach ignorieren.

  • Samoth, Du hast die Möglichkeit diese Beiträge mit Button "Inhalt melden" an die Moderation zu schicken.


    Ich gebe euch Recht, dass in diesem Forum keine politische Meinungen bzw. Einstellung gewünscht sind. Nun muss man aber auch fairerweiser sagen, dass es einmalig war und die jeweiligen User wissen wie sie jetzt ihre Beiträge formulieren sollten.


    Sollte doch jemand aus den Rahmen fallen klickt bitte einfach den Button "Inhalt melden" an.

  • Mahlzeit,


    ich möchte darauf hinweisen, dass die Laberecke ein Bereich ist, in welchem erstmal (!) jedes Thema gerne diskutiert werden darf.

    Ich möchte aber alle User bitten, im jeweiligen Thema dennoch beim entsprechenden Punkt zu bleiben und nicht in andere Themen abzudriften, die mit der Kernsache nichts mehr zu tun haben. Hierfür kann gerne ein eigenes Thema eröffnet werden.


    Dabei möchte ich jedoch eindringlich darauf hinweisen, dass die Nutzungsbedingungen unter § 5 eingehalten werden müssen.


    Politische Diskussionen sind generell ein heißes Thema. Wir haben nichts dagegen, wenn es bei diesen im Rahmen bleibt. Ebenso sind unterschiedliche Meinungen und Ansichten zu tolerieren, dieses Recht nennt sich Meinungsfreiheit. Ich bitte aber dringend, davon abzusehen, Thesen ohne hinreichende, seriöse, Quellen aufzustellen. Die entsprechenden Beiträge wurden entfernt und dies wird auch in Zukunft der Fall sein.


    Bezüglich "Beitrag melden" hat Bahnfreak schon alles Wesentliche gesagt.

  • Also noch einmal:

    Eine Lokomotive hat mindestens 3 voneinander unabhängige Bremssysteme. Das ist so, seit dem ein Zug das erste Mal über den Gotthard-Pass mit 24/mille gefahren ist und in einer internationalen Übereinkunft verschärfte Sicherheitsbestimmungen beschlossen wurde. Zusätzlich wurde dort beschlossen, dass ein Wagon bzw. Zug ohne Druck auf den Bremsen keinen Meter fahren kann.

    Ausnahme:

    Auf einem Ablaufberg muss beim Verschub sichergestellt sein, das die Bremsen gelöst sind. Selbst bei unserem Bähnle muss um die 4,5-5 bar Druckluft auf der Bremsleitung sein, sonst rollt unser Zug keinen Meter.

    Was damals am Brenner passierte kann ich nicht beurteilen und geht aus dem Bericht auch nicht klar hervor. Man kann nur Spekulationen anstellen. Ich wohnte mal in der Nähe des Ablaufberges Dresden Friedrichstadt und mir ist nur ein Unfall bekannt, der war etwa 68 Jahren....

    Bei Fefes Blog (von dem ich zu der Pressemeldung kam) wurde das von mehreren Fachleuten umfassend diskutiert. Ich nahm an, das dies hier nicht notwendig sei. Unter den ausgebildeten Rangierern kam man zur Erkenntnis, theoretisch ja, aber praktisch unmögklick. Und wer es bis hierher noch nicht verstanden hat, liest sich das bitte in der Wikipedia noch mal durch https://de.wikipedia.org/wiki/druckluftbremse_(eisenbahn)#indirekt_wirkende_druckluftbremse . Zumindest dürfte dieser Fachartikel noch nicht gefälscht sein.


    Auch wenn die SZ uns nur eine Abschrift von einer anderen Quelle liefert, ist und bleibt es eine (auf deutsch) Lügengeschichte. Die Bezeichnung Fakenews ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern auf dem der Politiker. Pasta.

  • Bei den Ablaufbergen sind die Bremsen manuell am Wagen zu lösen. Unten werden diese wieder zurückgestellt. Nach der Zusammenstellung eines Zuges muss vor der Abfahrt eine Druck- und Bremsprobe durchgeführt werden. Dies ist Vorschrift und die Ausführung in den Unterlagen mit der Unterschrift zu quittieren.


    Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um die DB oder eine andere Gesellschaft handelt. Die Vorschriften sind in der EBO hinterlegt und einzuhalten. Fehler können immer mal passieren. Deshalb ist dieses Verfahren ja auch so "bürokratisch", was hier durchweg positiv gemeint ist. Es ist notwendig, damit genau soetwas, wie in der Presse berichtet, nicht passieren kann.

  • Zusätzlich wurde dort beschlossen, dass ein Wagon bzw. Zug ohne Druck auf den Bremsen keinen Meter fahren kann.

    Und doch ist es offensichtlich passiert? Der Mensch ist nun mal unvollkommen und jedes System kann man bzw. kann der Fachmann und manchmal auch der Flachmann austricksen. Manchmal ist es sogar vorsätzlich eingebaut (Stichwort Notbremsüberbrückung für Tunnelbereiche).


    Wenn es wirklich laut einem Kollegen immer noch Fake News sein sollten (da hätte ich gern mal seine Definition von Hinterwaeldler), was ist dann wirklich passiert?


    Ich frage auch mal die hier anwesenden aktiven und ehemaligen Team-Mitglieder, die inzwischen hauptberuflich mit diesem Thema zu tun haben. Geht oder geht nicht (ich frage nicht "geht wie")?


    Gruß

    Norbert

  • Was passiert denn z.B. wenn zwei Loks am Zug hängen und die Bremsleitungen der Loks nicht verbunden worden sind, beide Lokführer auf der ersten Lok sitzen und losgefahren sind, sind sie dann noch in der Lage, den Zug zu bremsen? (So ähnlich soll es ja wohl abgelaufen sein, Verbindung vergessen, Bremsprobe nicht gemacht...)

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