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Von der Streckenliste zu EBULA

  • Hallo zusammen,


    Seit über einem Jahr mache ich nun schon die Streckenlisten. Mit ca 10000 Downloads ( in beiden Foren) für meine Begriffe schon mal nicht so schlecht.

    Dabei habe ich festgestellt, Dass ich nun doch aus einer anderen Zeit stamme. Mit ist klar geworden, dass ich nun doch schon zum " alten Eisen gehöre.

    Als ich die erste Anfrage bekam mit der Frage ".Was macht man mit so was?" dachte ich da will mich einer auf den Arm nehmen und habe entsprechend

    geantwortet. Nun geschah es aber schon wieder mit einer ähnlichen Frage. Daraufhin habe ich mir mal die Mitgliederliste angeschaut, dabei fiel mir auf, dass die

    Jungs 15 und 16 Jahre alt sind. Dann stellte ich fest, dass doch sehr viele Jungs in dem Alter schon hier ordentlich mitmischen. Dann habe ich die Frage auch nicht

    mehr als Verar.... aufgefasst. Mir wurde klar, dass die die Listen überhaupt nicht kennen konnten.


    Umgekehrt ist es übrigens genau so. Ich habe keine Ahnung von EBULA. Zuerst dachte ich das sei eine ansteckende Krankheit:(


    Seit über 65 Jahren bin ich Modelleisenbahner. Bei den "echten" Eisenbahnern sind die eigentlich nicht so beliebt da die alles besser wissen.

    Zum Glück bin ich nicht so ein Typ. Bis heute habe ich noch viele Freunde unter den Lokführern und Fahrdienstleitern.

    Das ist auch der Grund dieses Schreibens. Im Anhang zeige ich Euch mal 3 Listen, aus denen ich mir meine Streckenliste zusammen gebastelt habe.

    Wie gesagt, ich habe jetzt nicht die Absicht alten Hasen oder Eisenbahnern auf die Nerven zu gehen, sondern möchte eben die jungen Leute ansprechen,

    die mit EBULA aufgewachsen sind.

    Es gab 3 wichtige Hefte, die jeder Lokführer kennen musste, sonst kam der erst gar nicht auf die Strecke.

    Die Listen wurden für jeden Fahrplan (also 2mal im Jahr, Sommer und Winter) herausgegeben.

    Auf jeder Lok lagen die Listen für die gesamten Umläufe. Einige mussten vom Lokführer als "gelesen" unterschrieben werden.

    Die Streckenlisten gab es in 3 Ausführungen für den gesamten Fahrplan. Dazu gab es noch eine unter dem Namen LA . Die erschien wöchentlich neu mit allen Neuerungen an der Strecke z.B. Baustelle, Geschwindigkeitsänderungen usw.

    .Dann gab es noch den Schriftlichen Fahrbefehl- Wenn ROT war, dann war ROT. Kein Lokführer ist zu dieser Zeit auch nur einen Meter weitergefahren ohne den Schriftlichen Fahrbefehl. Den bekam er an die Lok gebracht von einem Mitarbeiter vom Stellwerk..

    Mir hat mal ein Lokführer gesagt: Wenn Rot ist bleibt es Rot, dann kann von mir aus der Papst kommen, bis zum Fahrbefehl bleibt es rot.


    Meine beiden Großväter waren Lokführer. Nur bis zum 2. Weltkrieg . Der eine hat mir mal gesagt:" Als Lokführer stehts du mit einem Bein im Grab und mit dem anderen im Zuchthaus"

    Soviel zur Romantik des Lokführers


    Das waren so meine Erlebnisse mit der Eisenbahn. Schön war's doch.:(

    Wenn wir schon gerade dabei sind. Es darf auch mal gelacht werden.

    Damals gab es noch die Gepäcknetzte über der Sitzbank.

    Ich fuhr mit meiner Frau in Urlaub. Wir stiegen ein und sie wollte gerade ihre Tasche ins Netz legen. . Da kam der Zugführer

    ins Abteil, sieht das, grinst mich an und sagt ganz trocken" Gnädige Frau, lassen sie den Sperrmüll ruhig unten stehen" Meine Frau war außer sich weil ich den Flegel nicht ordentlich die Meinung gegeigt hätte.. Bis Köln hat sie mir kein Wort gesprochen, in Mainz ging es so ( das lag am schönen Rheintal) und als ich ihr in München sagte, der Zugführer war ein Kumpel von mir, hat sie wieder gelacht. es wurde denn doch noch ein schöner Urlaub.


    Im Anhang findet ihr 6 Dateien, die erklären sich eigentlich von selbst.

    Die Qualität der Dateien bitte ich zu entschuldigen.

    Wenn ich in meinem Leben alles so gut beherrscht hätte, wie den PC, wäre ich vermutlich bei Hartz 4 gelandet.

    Zum Glück gab es das noch nicht.

    Im Rail Sim Forum sehen das offensichtlich einige Moderatoren genau so



    Schönen Sonntag !


    Gruss Hans

    • Hilfreich

    Kann ich verstehen, das EBula der Elektronische Buchfahrplan, hat zwar noch nicht ganz soviele Jahre aufm Buckel wie die Streckenlisten, aber ich persönlich kann ohne Probleme mit beidem Arbeiten. An der Stelle danke für die Mühe die Du Dir in dem guten Alter machst. :thumbup:


    Gruß

    Michel

  • Auch in kenne noch die alte Bundesbahnzeit, als das modernste an Elektronik noch der Taschenrechner war. Auf der Lok hatte man den Buchfahrplan und haufenweise Listen. Die "LA-Liste" steht im Übrigen für eine Tabelle, in der die Langsamfahrstellen mit der genauen Position vermerkt waren.


    Auch das kommt mir bekannt vor, dass ohne schriftlichen Fahrtbefehl kein Hp0 zeigendes Signal passiert werden durfte. Das konnte manchmal dauern, da dieser von einem Mitarbeiter zur Lok auf der Strecke gebracht werden musste. Dies war nicht die Regel, kam aber vor.


    Beruflich hatte ich nie mit der Bahn zu tun, interessiere mich aber dafür, seit ich 10 Jahre alt war.

  • So ähnlich erging es mir auch.

    Vielleicht mit einem Unterschied. Ein Kriegskamerad, mit dem ich 3 Jahre in Gefangenschaft war, der aber auf Grund seines Alters

    2 Jahre früher entlassen wurde als ich., war, als ich nach Hause kam Fahrdienstleiter in Mönchengladbach, unserer Heimatstadt.

    Außerdem waren wir Gladbach Fans, bin ich heute noch, mein Kumpel ist leider schon tot-.

    Jetzt kannst Du Dir ja ungefähr vorstellen, woher ich die Listen habe. Mal sehen, wie das hier ankommt. Dann werde ich mal ein paar Erlebnisse was Eisenbahn betrifft. vom Stapel lassen.


    Ich finde den scheiß Like Buttton nicht, wenn ich Ihn gefunden habe, kommt er nachträglich.:)

    Habe gerade noch so die Kurve gekriegt.