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letzter Beitrag von Hinterwaeldler am

Train Simulator und Linux

  • Ich trage mich schon einige Zeit mit dem Gedanken den Train Simulator in einem Linux-System bsw OpenSuse zu installieren. Leider scheint es in den deutschen Foren dazu überhaupt keine Erfahrungen zu geben. Nirgends kann ich darüber etwas lesen. Also trete ich hier mal einen Thread los.


    Das was ich darüber erfahren habe, entnahm ich diesem Eintrag bei WineHQ - Train Simulator Train Simulator 2016 . Dieser Eintrag sagt mir, das die Möglichkeit grundsätzlich besteht und im englisch-sprachigen Raum "Gold"-Status besitzt. Fehler sind offensichtlich auch nicht bekannt. Nun frage ich euch, ob jemand schon mal Versuche gemacht hat und welche Erfahrungen er dabei sammeln konnte.


    Ziel dieses Thread soll sein, das jemand von Euch oder ich selbst eine Tutorial schreibt, in dem jeder User nachlesen kann, unter welchen Bedingungen TS in einem Linux-System zum Laufen gebracht werden kann und welche Performance-Probleme eventuell entstehen könnten.


    Geht nicht, gibt es nicht.
    Also lasst bitte eure Köpfe rauchen. Ich bin gespannt auf eure Diskussionen.


    Ps. Ich besitze einen PC und einen Laptop. Auf beiden läuft TS. Ich würde also zu Versuchszwecken auch mal meinen Laptop opfern.

  • E-paar Interessenten scheint es schon zu geben Das erkenne ich an der Anzahl der Klicks. 8o


    Ich habe mich nochmal bei WineHQ kundig gemacht und den betreffenden Diskussions-Thread übersetzt, damit auch der letzte User im finsteren Osten ohne Englischkenntnisse lesen kann, was dort geschrieben steht. Das ganze Geschreibsel befindet sich im Anhang dieser Post. Diskussion - TS2016 in Linux.docx


    Im dortigen Thread ist von der Wine-Version 1.7 und ebissl die Rede. Mittlerweile ist jedoch die Version 3 aktuell. Wir können dem Thread auch entnehmen, das es mindestens 5 Usern+dem Autor aus dem englischsprachigen Raum gelungen ist, die Simulation problemlos zu installieren und zum Laufen zu bringen. Von Berichten, bei denen einer der User das Dings an die Wand geworfen hat, ist nicht die Rede.


    Im Thread ist von Fehlern die Rede, die wir auch aus TS in Win kennen und es werden Vorschläge gemacht, wie diese abzustellen sind. Welche Distri benutzt werden sollte, davon wird nichts gesagt. Vermutlich ist alles zwischen Ubuntu und Debian und allen seinen Abkömmlingen möglich. Am Besten man probiert eine der Live-CDs oder Live-Sticks aus, um in Erfahrung zu bringen, welche Distribution uns am besten gefällt. Wine gibt es aus meiner Sicht zu jeder Distri.


    Wer es wagt, sollte auf alle Fälle in Image seiner C: erstellen. Damit Windows auch innerhalb weniger Minuten wieder hergestellt werden kann.


    Ich bin auf eure Meinungen gespannt oder ob ich das Dings allein durchziehen muss. Ich hoffe nicht. Wenn ich es allein mache, können sich subjektive Fehler einschleichen und das möchte ich vermeiden. Gut wäre es, wenn die anfänglichen Mitstreiter so wie ich einen ErsatzPC oder Laptop besitzen. Ansonsten wäre das Risiko zu hoch.

  • Hm, tja, ich wäre froh, ich hätte mal wieder nen Rechner (vor zwei Wochen abgeraucht) und nicht das schmalbrüstige Notebook hier. Um allerdings TS auf Linux zu testen, bräuchte man auch noch ein wenig Zeit.


    Wine ist ja auch keine reine virtuelle Maschine, lediglich die Windows API im Linux-Umfeld mit Direct 3D-Unterstützung. Inwieweit dann Spezifikationen zwischen dem TS und nVidia- oder Radeon-Treibern korrekt umgesetzt werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber ich schätze mal, es wird keine 100% lauffähige oder korrekt dargestellte Grafik geben.


    Lösungen bzw. die Investitionen an Zeit und Muse, werden sich wohl eher im akademischen Kreis einstellen. Für den Standard-Anwender ist das wohl eher nicht wichtig. Ich verwende auch Linux auf dem Notebook, aber eher aus reinem Spaß an der Freude.


    Grüße
    Shlomo

  • Ob du noch etwas Zeit benötigst, musst du wohl selbst entscheiden. Vielleicht kaufst du dir einen PC ohne Betriebssystem und eine Grafikkarte. GraKas mit 2 GByte und ohne Lüfter gibt es schon ab 50 Eus. Guckemada was mein Schrauber im Kiez bietet. Damit kannst du probieren, welches System dir am "gefälligsten" ist. Linux gibt es in jeder Ecke des Internet und an jedem Zeitungskiosk. Auf alle Fälle beginnt Winseln uns langsam um die Ohren zu fliegen. Heise.de schreibt aktuell von 50 Sicherheitslücken, bei denen 11 kritisch und die anderen 39 wichtig eingestuft werden.


    Damit ist auch unser Bähnle eng verknüpft. Ich tippe mal darauf, das auf uns ein ähnliches Horrorszenario zukommt, wie mit der Bankenkrise, Facebook und dem Dieselskandal. Und dann gibt es noch "Fach"leute unter den Bähnle-Spielern ohne leisester Ahnung von der DSGVO, die schicken die Leute Fehlern im TS zum Spielehändler, um dort ihr TS reparieren zu lassen. Was geht den Händler an, was ich auf dem PC habe? Das sind meine Fehler! Diese "Fach"leute sollten sich lieber bemühen qualifizierte Antworten zu formulieren.


    Wine ist eine Laufzeitumgebung und keine virtuelle Maschine. Sie kann nach ein paar Tastenklicks Winseln ersetzen. Was alles ersetzbar ist, erkennst du nach einem Besuch bei der WineHQ-Datenbank. Was willst du auch mit einer VM, wenn du Linux hast? Das wäre eh nur ein Behelf. Denkst du ernsthaft, das man Windows mit Railworks in einer VM unter Linux laufen lassen müsse? Wie absurd ist denn diese Vorstellung? Gibt es so etwas schon in der Praxis? Lass es mich wissen.


    Noch dieser Hinweis: Du darfst nicht bezweifeln was die User in obiger Diskussion ermittelt haben. Hast du es überhaupt schon gelesen? Hast du zur Kenntnis genommen, das Games und Simulationen mit wesentlich höheren Ansprüchen an die Grafik lauffähig sind. Nochmal: Die Vorstellung bei WineHQ ist schon 2 1/2 Jahre alt. Mir ist sie nur bisher entgangen. Seit dem hat sich viel verbessert. Warum soll ausgerechnet deine Grafik nicht funktionieren? Hast du sie schon ausprobiert?


    Zu meinem Status: Ich bin gerade dabei mein TS auf einer mobilen Festplatte mit 7Zip zu sichern. Ich sichte auch die Keys von RSSLO und ChrisTrains und überlege gerade wie der Pfad in Drive_C lauten muss. TS wird wohl wieder auf einer eigenen Partition Platz finden. Übrigens ist Ubuntu-Live auch schon mit Hilfe eines USB-Sticks auf auf dem Laptop gelaufen. Er ist also auch Linuxfähig. Nur der Drucker+Scanner wollte noch nicht.


    Ihr hört und lest wieder von mir.

  • Vor einigen Jahren habe ich mich auch eingehend mit Linux beschäftigt. Ich hatte es allerdings als zweites Betriebssystem auf demselben Rechner wie Windows. Beim Rechnerstart wird man dann von einem Bootmanager begrüßt, wo man das Betriebssystem auswählen kann. Beide Systeme liefen komplett separat. Von einem virtuellen Linux auf Windows habe ich nie viel gehalten.


    Meine Kenntnisse sind devinitiv veraltet, aber schon damals gab es Kunstgriffe, die den Betrieb einfacher Win-Programme unter Linux erlaubten. Spiele gehörten nicht dazu, weil viel zu komplex. Das war damals. Wie es heute aussieht, weiß ich leider nicht. Mir fehlt leider die Zeit, in dieser Richtung weiter zu gehen. Leider.

  • @Waeshoe:Ich hatte vor einigen Jahren ein ähnliches Problem und Opensuse. Zu der Zeit fuhr ich auch noch mit einer EEP6.1 und das reichte mir nicht mehr aus. Wine steckte damals noch in den Kinderschuhen. Mittlerweile hat sich das geändert und Wine3 ist den Kinderschuhen entwachsen. Zusätzlich hatte ich das Prob, das mein Sohn mir vor drei Jahren eine SSD 56GByte schenkte und sich Linux von der HDD nicht mehr starten lies. Nun habe ich mich auf dem DesktopPC von Winseln komplett getrennt.


    Was ich mit dem Laptop machen werde, weiss ich noch nicht. Vermutlich werde ich mich auch hier von Windows trennen. Bis dahin muss ich aber noch Erfahrungen sammeln.


    Heute habe ich Wine ins Ubuntu installiert. Anschließend werde ich noch partitionieren. Morgen habe ich wieder etwas Zeit (weil es regnet) und werde eine TS-ISO installieren. Auch muss ich alle Hinweise aus dem Thread bei WineHQ beachten. Wenn alles gut geht, werde ich über Nacht noch ein 7z-Backup des TS drüberstülpen. Ich hoffe am Montag fertig zu werden.


    Wer Interesse hat, dem empfehle ich den Kauf der Linux-Welt 04-2018. Auf der Beilage-DVD (Live) ist alles was ihr braucht inkl. Partitionsmanager GParted zum Löschen der C: und ihren Win-Resten, denn mit einem Windows-Partmanager geht es nicht.


    Eine für jeden verständliche Anleitung zum Installieren von Wine auf Ubuntu gibt es hier: https://de.wikihow.com/Wine-unter-Ubuntu-installieren Wie man mit Wine handiert, wird in der Wiki von https://wiki.ubuntuusers.de/ beschrieben.


    Ihr hört und lest von mir
    Übrigens schreibe ich jetzt mit dem Laptop vom Balkon.

  • Ich verwende den Acronis Disk Director. Der ist sehr umfangreich und bietet so viele Funktionen. Was den Bootmanager betrifft ist noch zu sagen, dass der von Windows Linux nicht erkennt, der von Linux aber Windows. Schon immer habe ich alles auf dem Rechner in eigenen Partitionen untergebracht. Die "Eigenen Dateien" z.B. (ich habe die Bezeichnung beibehalten) ist eine 140 GB große Partition und schon bald voll. Der TS hat natürlich auch eine sowie der Rest der Spiele auch. Mit den Büro- und Arbeitsprogrammen wie Paint Shop Pro sieht es genauso aus.


    So hatte damals auch Linux eine eigene Partition. Es war das SuSE-Linux. Ubuntu gab es noch lange nicht. Sobald ich wieder die Zeit finde, mich da endlich mal gründlich einzuarbeiten, bekommt Linux einen älteren Rechner für sich.

  • Trainworker: Wer hat denn dir diese Weisheit erzählt? Hast du das aus der Bild? Eine Quellenangabe wäre schon nicht schlecht. Ob jemand jemand Linux installiert oder beim Appenzeller Winseln bleibt, ist jedem seine persönliche Angelegenheit. Ich mache jedenfalls diese Fleckenschusterei nicht mehr mit. (Nächstes Update sind 50 Flicken, von denen 11 kritische Löcher verschließen sollen.)


    Wer sagt dir, das Trainz nicht läuft? Hast du dich schon mal informiert oder sagst du das nur so, weil du es nicht anders weißt? https://www.winehq.org/search?q=Trainz Diese Ergebnisse bekam ich nach nur wenigen Mausklicks. Der letzte Versuch war vor neun Jahren und hatte immerhin schon den Status "silber".


    Und mit TSW hat es nur noch keiner versucht, denn sonst hätte es auch dafür Einträge gegeben.


    Vielleicht solltest du noch mal darüber nachdenken. Keiner hindert dich daran deinem PC die Telefonate hinter deinem Rücken mit dem Spielehändler zu erlauben. Deine Zugangsdaten zum Bankkonto hat er ja schon. Das ist doch das wirkliche Problem. Auf meinen Geräten passiert so etwas jedenfalls nicht oder gehört er schon zu deiner Familie? Siehe auch DSGVO!


    @alle: Ich hatte in den vergangenen Tagen Besuch meiner Kinder :-) und so kam es zu einer Verzögerung. Zudem habe ich mich mit dem neuen Wine2.x befasst. Dort scheint einiges anders zu funktionieren. Der Vorsicht halber habe ich mir auch ein paar Tutorials bei YouTube angesehen. Besonders ausführlich war dieser Clip: https://www.youtube.com/watch?v=YtZfYTZE3uY Dort waren alle benutzten Befehle von der Konsole etc. in der Beschreibung "MEHR ANZEIGEN" nieder geschrieben. Man kann sie via Copy&Paste einfügen.


    Der Autor benutzt Linux Mint, aber auch in Ubuntu dürfte sich das ähnlich abspielen. Beachtet bitte auch die Hinweise auf welchem Weg DirectX und die anderen Grafiktreiber installiert werden müssen.


    Nochmal:
    Ob Linux auf eurer Hardware läuft, könnt ihr jederzeit mit einer Live-CD überprüfen. Der beste Weg dazu ist eine DVD aus einer aktuellen Zeitschrift. Damit könnt ihr auch unterschiedliche Versionen und Distributionen ausprobieren.

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  • Ein Jahr ist vergangen. Die Unkerei habe ich über mich ergehen lassen. ;-)

    Inzwischen bietet Steam sein Proton auch für Linux an. In der Proton-Datenbank hat Railworks64 offiziell den Gold-Status erreicht. Einige Linuxuser vergeben sogar Platin. Das bedeutet, das TS bei ihnen stabil und ohne jede Einschränkung unter Linux läuft. Mit dem aktuellen Proton müssen nicht einmal mehr ap-Dateien zwingend ausgepackt werden. Wie es installiert wird, kann man hier nachlesen. Auf der Webseite gibt es auch einen Link zum Download von Proton.

    Als minimale Hard-&Softwareanforderung gilt:

    Proton: 4.11-6
    Distro: Ubuntu 18.04.3 LTS
    Kernel: 4.15.0-64-generic
    RAM: 8 GB

    GPU Driver: NVIDIA 435.21
    GPU: NVIDIA GeForce GTX 1050
    CPU: Intel Core i7-7700HQ @ 2.80GHz

    Die Forderungen an die Hardware sind also gar nicht mehr so hoch. 0815-Laptops sind allerdings unbrauchbar.
    Als geeignete Distribution wird neben Ubuntu und Fedora auch Manjora und Linux-Mind genannt, wobei immer die aktuellsten Systeme verwendet werden.