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letzter Beitrag von Waeshoe am

Let's Play Videos von DanielEXQ

  • Moin aus Aurich und herzlich willkommen hier im Forum.


    Zusi
    Was die Bremsen betrifft, ist es recht einfach. Die Zug- und die Betriebsbremse (elektrische Bremse bei E-Loks und die hydrodynamische bei Dieselloks) sind gekoppelt. Daher sieht man auch immer beide Hebel nach hinten wandern, wenn man mit der Zugbremse bremst. Dies bedeutet, dass erst automatisch mit der Betriebsbremse verzögert wird, dann, wenn mehr Bremsleistung erforderlich ist, als es die Betriebsbremse leisten kann, die Reibungsbremse zugeschaltet wird.


    Betätigt man den Hebel der Zugbremse, bewegt sich der der elektrischen mit. Wird der Hebel der Betriebsbremse betätigt, bewegt sich nur dieser Hebel. Für eine Geschwindigkeitsverringerung bei genügend Weg wird in der Regel nur mit der Betriebsbremse gebremst, da verschleißlos. Fährt man auf ein Hp0 zeigendes Signal zu, nimmt man gleich die Zugbremse, da man mit der elektrischen bzw. hydrodynamischen nicht anhalten kann.


    Wenn die LZB sagt, Du kannst schneller als 40 nach einem Hp0 Sh1 fahren, dann kannst Du das auch machen, weil der gesamte Weg überwacht ist. Fährst Du mit PZB an ein solches Signal, bedeutet das, dass die Fahrt bis zum nächsten Signal auf Sicht ist, was eine Begrenzung auf 40 km/h bedeutet. Du weißt ja nicht, was Dir das nächste Signal bereit hält. So musst Du in der Lage sein, auf Sichtweite anzuhalten.


    Eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, und sei es auch nur um 1 oder 2 km/h, ist strikte verboten. Das ist nicht wie beim Auto, wo Du einen Toleranzbereich hast, weil der Tacho da auch nicht geeicht ist. Auf der Schiene arbeiten diese Instrumente alle sehr präzise. Langsamer geht, schneller nicht. Bist Du über 3 oder 5 km/h (weiß ich jetzt nicht genau) zu schnell, blinkt die PZB und es gibt einen dauernden Warnton. Ignorierst Du das, fliegt der Anker.


    Vor dem Tor steht eine Wartetafel. Da hättest Du auf jeden Fall anhalten und Anweisungen vom Fahrdienstleiter einholen müssen, der dann das Tor wohl geöffnet hätte. Freu Dich auf die Rechnung. Was könnte so ein Tor mit Schaden am Steuerwagen kosten? Reicht da ein Jahresgehalt? :D Manche dieser Signaltafeln haben noch zwei weiße Lichter in der Sh1-Anordnung. Leuchten sie, kannst Du als Rangierfahrt mit 25 km/h passieren, sonst gilt Sh0.


    Die beiden Leuchtmelder ZS und HS stehen für die Zugsammelschiene, womit eine Steuerung der Türen, Fahrgastinformationssystem usw. darüber gesteuert wird. Leuchtet dieser Melder, ist das System aktiv, ansonsten nicht. HS bedeutet Hauptschalter. Ist dieser aktiv, erlischt die Leuchte, andernfalls leuchtet sie.


    TS2019
    Warum der vordere Stromabnehmer? Es wird grundsätzlich der Hintere gehoben, außer in Ausnahmefällen. Diese wären im Güterverkehr Wagen mit empfindlicher Ladung direkt hinter der Lok (Autotransport, Kesselwagen mit brennbaren bzw. explosiven Flüssigkeiten usw.) sowie in Doppeltraktion, wo die erste Lok mit dem ersten Bügel am Draht fährt, die zweite mit dem Hinteren, außer, für die Wagen trifft obiges zu. Eine weitere Ausnahme sind defekte Stromabnehmer oder Mehrsystemloks, die nur einen Bügel für das entsprechende System haben.


    Beim Regler hast Du generell Nullstellungszwang. Dabei spielt es keine Rolle, ob es eine 120, 101, 110 oder eben die 112 ist. Stell Dir vor, Du bist am Bahnsteig, die Türen sind offen, Du kommst an den Leistungshebel und der Zug fährt los, weil eine Störung dafür gesorgt hat, dass die Sperre bei offenen Türen nicht funktioniert. Autsch.


    Die Einbrüche in der FPS gibt es noch, weil die 64 Bit nichts an der Engine ändern, auf der der TS läuft. Die ist immer noch die alte wie anno dazumal. Der einzige Vorteil, den das Upgrade gebracht hat, ist die Möglichkeit, mehr RAM adressieren zu können. Gerade das war extrem dringend nötig. Damit sind die "Dumps" endlich Geschichte.